
SCATT/Crew ADRENALINA wird 3. bei La Graisana Grado
29. Juni 2026Was für ein Tag!
83 Boote gingen beim diesjährigen Attersee Grand Prix, ausgerichtet vom UYCAs, an den Start. Allein 11 Boote stellte der SCATT. Sogar die Crew der DYNAMIC hat sich bequemt, bei der ersten Regatta der Long Distance Challenge Attersee 2026 für den SCATT anzutreten. Und was soll ich sagen: So einen spannenden Regattatag hatten wir schon lange nicht mehr.









Am Vortag waren die Windprognosen eher lau. Die Wetter-Apps übten sich in Zurückhaltung, und manche Segler wohl auch. Doch pünktlich um 10 Uhr zeigte sich ein durchaus zufriedenstellender Wind am Start.
Die Frühstücksgäste beim SCATT staunten nicht schlecht, als die eher nicht-trainierte Crew der DYNAMIC einen überraschend geglückten Start hinlegte. Ob das Glück, Taktik oder göttlicher Beistand war, blieb sowohl zu diesem als auch zu späteren Zeitpunkten ungeklärt.



Stader Toni überrascht ohnehin niemanden mehr. Der Mann muss Atterseewasser statt Blut in den Adern haben. Anders lässt sich dieses Seglergeschick nicht erklären.
Auf der ASSO war heuer eine zweite weibliche Besatzung an Bord. Was für ein Glück für die Männer. Wenn das jährlich so weitergeht, stehen die Prognosen für dieses Sportboot eindeutig auf weiblicher Energie.





Bei dieser Regatta war irgendwie nichts lustig – und dann doch wieder alles. Kein Wind, Windwatschn, eingeparkt sein und Sekunden später voll gefordert werden. Eleganz zeigte eigentlich nur die SILVER PEARL. Die NABASTE-Crew trotzte in ihrer unwiderruflichen Gelassenheit allen Unbequemlichkeiten, und die Veithis ignorierten sämtliche Bizzeleien des Windes oder war es der Crew? – sofern das überhaupt möglich war.





Unser schönstes Boot waren natürlich unsere Superstars Livía, Amélie und Lea, die von Markus mit Argusaugen bewacht wurden. Ganz schön mutig, diese Dreier-Girlpower. Da wurde nicht nur gesegelt, sondern auch ein wenig Zukunft geschrieben.

Für unsere Tornados, Eitzinger/Duo, war der Wind unfassbar fordernd zu segeln, macht nix, die zwei haben sowieso Nerven aus Stahl.
Hilmar Schill, Klaus Heller und Stefan Grünwald sorgten mit ihren erfahrenen Crews für keinerlei Aufregung und vertraten den SCATT vorbildlich. So geht es natürlich auch.
Für spektakuläre Bilder sorgte eine unfreiwillige Steuermann-Wasserung samt vorbildlicher Rettungsaktion des Vorschoters. Kurz darauf herrschte an der ersten Kammerboje absolute Windstille, was bereits Gerüchte über eine Bahnverkürzung aufkommen ließ. Da die schnellen Libera-Boote zu diesem Zeitpunkt allerdings bereits fast im Ziel waren, wurde die Wettfahrt in voller Länge gesegelt.







Die Sonne ließ bei manchen das Deckhaar schmoren, während Windbrisen scheinbar wie von Geisterhand Konkurrenzboote vorbeischoben. Besonders interessant war die Erfahrung, dass sich sogar zwei verschiedene Windrichtungen gleichzeitig batteln können. Zum Leidwesen der Segler, die ihre Segel gefühlt im Minutentakt umlegen mussten.
Viele neue Erfahrungen wurden gesammelt. Eine der beeindruckendsten war sicherlich jener Moment, als alle drei Grand Surprise-Boote beinahe in einer Reihe die Startlinie querten – getrennt nur durch wenige Sekunden. Was für ein Anblick!
Erschöpft, zufrieden und durch den Attersee ausreichend erfrischt, ging es anschließend zur Siegerehrung und zum Segleressen in den UYCAs. Viel Gelächter, geschüttelte Hände, Fachsimpeleien und gutes Essen gingen der gewohnt redegewandten Siegerehrung von Gerd voraus.
Der herzliche Empfang zurück im SCATT und der gemütliche Ausklang setzten diesem anspruchsvollen Tag schließlich die Krone auf. Die wunderbaren Bilder von Michael sind jedesmal eine Augenweide, danke auch dafür.
- Scatt 6. Rang Dynamic/Jelinek Bernhard
- Scatt 13. Rang Nabaste/Schumer Michael
- Scatt 17. Rang Asso/Ablinger Norbert
- Scatt 22. Rang Silvepearl/Aigner Rudi
- Scatt 46. Rang 1. Rang WS Veithis
Was für ein Tag. Was für eine Regatta. Und genau deshalb lieben wir diesen Sport.





