
Frischer Wind im neuen Kleid
15. Mai 2026Die 2. Segelbundesliga am Attersee ist wieder Geschichte. Naja, zumindest fast. Denn während am Wasser bereits wieder langsam Ruhe einkehrt, kämpfen manche vermutlich noch immer mit Restmüdigkeit, Schniefnase, Muskelkater oder einer leichten Überdosis an Kuchen, Gulasch, Leberkässemmeln und Clubhauskaffee.
Was an diesem Wochenende im SCATT passiert ist, kann man schwer nur mit „Segelveranstaltung“ beschreiben. Natürlich wurde gesegelt – und zwar auf höchstem Niveau.





Spannende Flights, knappe Entscheidungen, perfekte Starts, taktische Meisterleistungen und wie immer beeindruckende Professionalität der Wettfahrtleitung. Es war alles dabei, Wind, goa ka Wind, sehr sehr viel Wind, Regen, Kälte, Sonne, das hat den Crews alles abverlangt. Auch das Organisationsteam der Bundesliga hat einmal mehr gezeigt, wie viel Erfahrung, Ruhe und Präzision hinter so einem Event steckt.

Aber ehrlich gesagt: Das alleine macht noch keine Bundesliga am Attersee aus.
Was dieses Wochenende besonders gemacht hat, war einmal mehr die Stimmung im SCATT. Dieses selbstverständliche Miteinander. Dieses „Wo brauchst wen?“ statt „Wer ist zuständig?“. Im SCATT scheint Hilfsbereitschaft keine Aufgabe zu sein, sondern einfach Teil der Club-DNA.
Da werden Boote geschoben, Hänger rangiert, Kühlschränke eingeräumt, Tonnen gelegt, Garnituren geschleppt, Startschiffe vorbereitet, Essen organisiert, Kuchen gebacken und irgendwo läuft immer jemand mit Kabeln, Funkgeräten oder einem Werkzeugkoffer durch die Gegend. Und erstaunlicherweise meistens sogar mit guter Laune.
Wie viel Arbeit tatsächlich hinter den Kulissen eines vergleichsweise „kleinen“ Clubs steckt, sieht man als Besucher oft gar nicht. Logistik, Zeitplanung, Erfahrung, Improvisationstalent und wahrscheinlich auch eine gewisse Leidensfähigkeit gehören offenbar genauso dazu wie Wind und Wasser.
Und trotzdem wirkt im SCATT vieles angenehm leicht. Vielleicht gerade deshalb, weil so viele mit Freude dabei sind. Weil dieses gepflegte Clubgelände nicht einfach nur schön aussieht, sondern gelebt wird. Weil man spürt, dass hier Seekameradschaft nicht nur ein altes Wort ist, sondern tatsächlich funktioniert.
Besonders schön war auch zu sehen, wie stark unsere Jugend mittlerweile eingebunden ist. Engagiert, motiviert, selbstverständlich mittendrin – und oft schneller unterwegs als die Erwachsenen überhaupt schauen können. Darauf darf unser Club wirklich stolz sein.






Kulinarisch war das Wochenende ohnehin wieder eine eigene Regatta. Irgendwo wurde immer gekocht, geschnitten, serviert, organisiert oder zusammengesessen. Und wie immer gilt: Gute Stimmung segelt einfach besser.
Ein großes Danke deshalb an alle Helferinnen und Helfer, an die Wettfahrtleitung, das Bundesliga-Organisationsteam, die vielen stillen ArbeiterInnen im Hintergrund, die Crews am Wasser und alle, die dieses Wochenende möglich gemacht haben.
Wir gratulieren nochmals herzlich allen Teilnehmern, für ihr Durchhalten, für ihre Fairness und die Energie, die sie in dieses Unterfangen der 2. Bundesliga gesteckt haben.
Und jetzt?
Jetzt wird noch aufgeräumt.
Noch ein paar Anhänger verschwinden.
Noch ein paar Segel trocknen.
Noch ein letzter Kontrollgang durchs Gelände.
Und dann darf im SCATT auch wieder ein bisschen Ruhe einkehren.
Zumindest bis zum nächsten Segelevent im SCATT: Atterseecup Eisbär Trophy 13.6.26

Wettfahrten

















Trainingstag












wunderbare Fotos auf:


















